Vegane Kleidung: Was ist eigentlich vegane Mode?

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Das vegan sein für viele Menschen mittlerweile mehr als nur ein Lebensstil ist, hat auch die Modebranche gehört. Immer mehr Firmen setzten daher auf nachhaltige Textilien und sogar vegane Kleidung wird zum Trend. Worum genau es sich bei veganer Mode handelt und welche Marken du shoppen kannst, erfährst du hier.

Nach der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie setzt jetzt auch endlich die Modewelt ein Statement mit der sogenannten „Fair Fashion“. Bei der fairen Mode geht es vor allem darum, dass Kleidung unter gerechten Bedingungen für die Arbeiter hergestellt wird. Einige Brands gehen sogar noch einen Schritt weiter und verzichten bei der Herstellung und Verarbeitung von ihren Textilien komplett auf umweltschädliche und tierleidfreie Materialien. Das Resultat: vegane Mode.

Was ist vegane Mode?

Vegane Mode bezeichnet Kleidung, die frei von tierischen Materialien ist. Gemeint sind also Textilien wie Wolle, Seide, Leder, Pelz und weitere Materialien die einen tierischen Ursprung haben können wie etwa Knöpfe, Federn oder Jeans-Patches. Stattdessen setzt vegane Mode auf eine Reihe an alternativen Rohstoffen, wie etwa Bio-Baumwolle, Bambus, Hanf, Kork oder auch Leinen. In letzter Zeit gibt es in der Modeindustrie sogar immer innovativere Materialien zur Kleiderherstellung – wie beispielsweise Seide aus Sojabohnen oder Leder aus Pilzen.

Vegane Kleidung, die auch nachhaltig ist, nutzt ökologische Bestandteile und verzichtet somit auf den Gebrauch von synthetischen Stoffen wie Polyester, Viskose, Nylon oder auch Elasthan. Grund dafür ist, dass für diese Materialien zwar keine Tiere leiden müssen, sie aber dennoch nicht ökologisch abbaubar sind.

Welche Textilien sind bei veganer Mode zu vermeiden?

Kleidung mit Pelz
"Verzichte auf Kleidung aus Pelz, Leder & Seide"

Nutzen Modefirmen vegane Textilien, dann dürfen die folgenden tierischen Materialien nicht enthalten sein (nicht auf dem Etikett stehen):

  • Leder
  • Angora
  • Alpaka
  • Nubuk
  • Veloursleder
  • Softleder / Wildleder /Glattleder
  • Wolle
  • Merino
  • Pashmina
  • Kaschmir
  • Shearling
  • Kamelhaar
  • Mohair
  • Daunen
  • Seide
  • Pelz

Was sind die Vorteile von veganer Mode?

Einer der größten und wichtigsten Vorteile von veganer Kleidung ist der Tierschutz. Wie schon erwähnt muss kein Tier leiden oder getötet werden, wenn du dich für vegane Mode entscheidest. Ein weiterer Vorteil ist auch dein Beitrag zum Umweltschutz, denn pflanzlich hergestellte Textilien verursachen weniger Emissionen und benötigen weniger Wasser. Zu guter Letzt hilfst du beim Einkauf von veganer Mode auch kleinen, umweltbewussten Marken, die hart dafür arbeiten, ihren Teil für eine bessere Welt beizutragen.

Model in veganer Kleidung
"Vegane Mode steht für nachhaltige Mode"

Wie erkennt man vegane Kleidung?

Oftmals kann es ganz schön schwer fallen zu erkennen, welche Kleidungsstücke wirklich vegan sind. So zum Beispiel kann man in synthetische Lederschuhe investieren, der Kleber für die Sohle wurde aber aus tierischen Bestandteilen gewonnen und nicht gekennzeichnet. Wer wirklich einen wesentlichen Beitrag zum Tierschutz leisten will, sollte deshalb auch bestimmte Gütesiegel bei Kleidungsstücken und Modemarken achten. Zu den wichtigsten gehören:

  • Das PETA-Approved Vegan Gütesiegel: Mittlerweile gibt es eine Reihe an internationalen Modelabels, die das PETA Gütesiegel für tierleidfreie Produkte. Um das Siegel zu erhalten müssen die Firmen einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen und eine Zuverlässigkeitserklärung sowie einen Lizenzvertrag mit PETA abschließen.
  • Das Veganblume Prüfsiegel: Ursprünglich von der „Vegan Society England“ ins Leben gerufen, wird dieses Gütesiegel ausschließlich an Firmen verliehen, die keinerlei tierische Bestandteile und Rohstoffe für, während und nach der Produktion ihrer Ware nutzen.

Gleichzeitig kann man auf beim Einkaufen einen extra Blick auf das Etikett werfen, denn dieses ist bei Textilien Pflicht! Bei Kleidung befindet sich das Etikett oftmals im Nacken oder im Taillenbereich, bei Schuhen ist es hingegen oftmals auf der Untersole, neben dem Reißverschluss oder an der Zunge zu finden. Wichtig ist, darauf zu achten, ob der Hinweis „Enthält nicht textile Teile tierischen Ursprungs“ auf dem Etikett steht. Ist dies nämlich der Fall, handelt es sich nicht um vegane Mode.

Welche vegane Modemarken gibt es?

Für viele mag der vegane Mode-Trend noch unbekannt sein, doch in der Tat gibt es eine Reihe von deutschen, sowie internationalen Designern, für die nachhaltige Kleidung ein fester Bestandteil jeder Kollektion ist. So zum Beispiel die Labels Armed Angels, Jan ‘n June, Lovejoy, Bleed oder auch Kuyichi. Wer auf der Suche nach veganen Jeans ist, wird bei MUD Jeans oder Good Society fündig.

Schöne und vegane Unterwäsche gibt es beim Münchner Label ThokkThook und Taschen und Accessoires sind bei NYZE en masse zu finden. Auch in der Schuhwelt ist die Variante „vegan“ bei Marken wie Avesu, Good Guys oder Noah. Besonders beliebt ist auch die Französische Schuhmarke Veja, die mit urbanem Design aus Bio-Baumwolle und recyceltem Polyester setzt. Natürlich gibt es auch einige High-Street Fashion Labels, die gezielt vegane Kleidungsstücke produzieren. Darunter sind bekannte Marken wie Esprit, Gerry Weber, Hugo Boss oder auch Stella McCartney.

Übrigens, wenn du vegane Kleidung besitzt die du nicht mehr brauchst, kannst du diese gerne an momox fashion verkaufen. Wir kaufen eine große Auswahl an gebrauchten Kleidungsstücken und Accessoires an, um diese dann Second Hand weiterzuverkaufen. Solltest du daran interessiert sein, vegane Kleidung Second Hand zu shoppen, dann solltest du unbedingt in unserem online Mode-Shop ubup.com vorbeischauen. Hier findest du eine große Auswahl an bekannten, veganen Marken, die du zum günstigen Preis nachhaltig kaufen kannst.

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